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50. Kalenderwoche vom 08.12. - 14.12.2008
 
   
 
08.12.2008  Österreich:  Zeitarbeitsbranche: plus 3,8 Prozent ab 01.01.2009


Die GMTN erreicht neuen Kollektivvertag ab 1. Jänner 2009.

Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) hat in den Nachtstunden des 4. Dezember 2008 Lohnerhöhungen und rahmenrechtliche Verbesserungen für die knapp 65.000 ArbeiterInnen der Arbeitskräfteüberlassungsbranche erreicht.

Der Abschluss:

  • Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 3,8 Prozent
  • Neuer Mindestlohn: 1.277,26 Euro
  • Erhöhung des Taggeldsatzes von über 5 Stunden um 5,4 Prozent
  • Verbesserungen des Rahmenrechtes
  • Gültigkeitstermin: 1. Jänner 2009   [weiter...]

Quelle: ©  www.gmtn.at / Pressemeldung

 
 
08.12.2008 Zeitarbeit hilft Firmen atmen - ein Interview mit P. Mumme in der "Südwest Presse"

Verbandspräsident Mumme rechnet nicht mit dramatischem Stellenabbau

Die Zeitarbeitsfirmen dürften 2009 etwa 50 000 Arbeitnehmer weniger beschäftigen als in diesem Jahr, schätzt der Präsident des Arbeitgeberverbands Mittelständischer Personaldienstleister, Peter Mumme.

Es interviewte DIETER KELLER

Herr Mumme, wie stark spüren die Zeitarbeitsfirmen die Rezession?

PETER MUMME: Das ist recht unterschiedlich. Sehr deutlich spüren sie die Großen in unserer Branche, die stark im Automobilsektor engagiert sind und Tausende von Mitarbeitern überlassen haben. Die Mitglieder meines Verbands sind mehr kleine und mittlere Betriebe, die eine andere Kundschaft haben, nämlich kleine und mittlere Unternehmen. Die sind von der Krise eher noch nicht betroffen. In meinem eigenen Unternehmen sehe ich: Wo wir Abmeldungen von Autozulieferern bekommen, können wir das Personal relativ schnell wieder bei anderen Kunden unterbringen.   [weiter..]

Quelle: ©   Südwest PresseVEITINGER_T

 
 
09.12.2008  Pendlerpauschale: Kürzung verfassungswidrig!

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden: Die weitgehende Abschaffung der Pendlerpauschale verstößt gegen das Grundgesetz.

Soeben hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe seine Entscheidung zur Pendlerpauschale verkündet.

Demnach verletzt die seit Anfang 2007 geltende Regelung den Grundsatz der Gleichbehandlung. Danach konnten Fahrtkosten zum Arbeitsplatz erst ab dem 21. Kilometer mit 30 Cent pro Kilometer von der Steuer abgesetzt werden.

Betroffen waren hiervon Millionen von Arbeitnehmern, die bereits ab 2007 eine spürbare Belastung wegen der reduzierten Absetzbarkeit von Fahrkosten für die tägliche Hin- und Rückfahrt zur Arbeitstelle hinnehmen mussten.

Ab dem 1. Januar 2009 gilt damit automatisch wieder das bis zum 31.12.2006 geltende Recht. Die Bundesregierung wird angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation keine Maßnahmen ergreifen, um die mit der Umsetzung des heutigen Urteils einhergehenden Steuerausfälle an anderer Stelle einzusparen. 

Durch die heutige Entscheidung kommt es jetzt in unzähligen Fällen zu Steuerrückerstattungen.   [weiter...]

Quelle: ©   Haufe online Redaktion / dpa

 
 
10.12.2008 Offensive gegen Leiharbeit: IG Metall fordert Eingreifen von Karlsruher Abgeordneten

Leiharbeit ist auf dem Vormarsch. Für die Unternehmen sind gemietete Arbeitskräfte eine bequeme Möglichkeit, Auftragsspitzen zu bewältigen, ohne Personal langfristig an sich zu binden. Gegen die Schattenseiten für die Arbeitnehmer läuft nun die IG Metall Sturm. In einem Offenen Brief fordert sie die Karlsruher Bundestagsabgeordneten zum Handeln gegen diese "prekären Beschäftigungsverhältnisse" auf dem Arbeitsmarkt auf.

Leiharbeitnehmer sind auch in der Region Karlsruhe die ersten großen Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach Informationen der IG Metall Karlsruhe bauen etliche Betriebe der Metall- und Elektroindustrie bereits Leiharbeitsstellen ab oder planen das Ende von befristeten Beschäftigungsverhältnissen. Betroffen seien Leiharbeitnehmer unter anderem bei Meiller Fahrzeugbau in Karlsruhe, bei BOA BKT–RT Onside in Stutensee sowie beim Präzisionsdruckgussunternehmen TCG Hermann in Bretten. 

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Karlsruhe, Angel Stürmlinger, sieht seine Befürchtungen bestätigt: „Wir haben ja schon länger vor den Missständen bei der Zeitarbeit gewarnt. Zum einen erhalten die Betroffenen in der Regel weniger Geld als ihre regulär beschäftigten Kollegen und zum anderen ist Leiharbeit nur für eine Minderheit ein Sprungbrett in ein Dauerarbeitsverhältnis. Nun in der Krise stehen sie auch noch ohne Sicherungsnetz da.“   [weiter...]


Quelle: ©   ka-news.de / von (ps/mme)

 
 
11.12.2008 Zeitarbeitsfirmen haben schlechtes Image

Zeitarbeitsfirma «nicht überrascht» - «gezieltes» Anprangern

Um das Image der Zeitarbeitbranche steht es gar nicht gut. Die Unternehmen selbst überrascht es indes nicht, dass das Ansehen ihrer Branche in letzter Zeit gelitten hat.

So denkt zum Beispiel Uwe Prell, als Regionaldirektor bei Manpower Deutschland zuständig für 2500 interne und externe Mitarbeiter, davon 500 in Nürnberg. Schuld ist seiner Ansicht nach das «gezielte» Anprangern von negativen «Einzelfällen» in der Öffentlichkeit, die das Gesamtbild von den wirklichen Arbeitsbedingungen verzerre.

Fakten verdreht

Mit einigen, in den vergangenen Wochen ausgestrahlten Fernsehreportagen würden Fakten verdreht und regelrecht «Stimmung gemacht», beklagt der IGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen).  
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Quelle: ©   Nürnberger Nachrichtenvon A. Giese

 
 
12.12.2008 SPD will Schirm über Leiharbeiter spannen

Angesichts des Konjunktureinbruchs fordert SPD-Landeschefin Hannelore Kraft einen Schutzschirm für Leih-, Zeit- und Kurzarbeiter. Die Zahl der arbeitslosen Leiharbeiter werde sich im ersten Quartal 2009 deutlich erhöhen, weil befristete Arbeitsverträge auslaufen, warnte Kraft. Deshalb plant Kraft mit SPD-Chef Franz Müntefering einen gesetzlichen Vorstoß für mehr Sicherheit der bundesweit 715 00 Leiharbeiter. „Wir werden nicht locker lassen. Auch wenn die CDU blockiert.“   [weiter...]

Quelle: ©   Münsterländische Volkszeitungvon Wilfried Goebels

 
 
12.12.2008 Zeitarbeit, die Chance in der Krise

Arbeitsagentur sieht auch Vorteile der Leiharbeit


Leiharbeit zu verbieten, wie von der Wormser Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) zuletzt gefordert, ist der falsche Weg, glaubt Simone Plewnia-Schröter. "Zeitarbeit war der Motor für unsere Wirtschaft und ist auch eine große Chance in der Krise."

Im Augenblick überschlagen sich Horrormeldungen über Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Für die Chefin der Wormser Arbeitsagentur wird diese "Katastrophenstimmung" allerdings ein großes Stück herbeigeredet. "Der Arbeitsmarkt ist robust, das gilt auch für Worms", verbreitet Simone Plewnia-Schröter Zuversicht. Arbeitsvermittler Thomas Labisch gibt ihr Recht: "Was wir im Augenblick an Rückmeldungen von Unternehmen haben, zeigt, dass die feste Absicht besteht, die Belegschaften zu halten."   [weiter...]


Quelle: ©   Wormser Zeitung  /  von Roland Keth

 
 
12.12.2008  Krank - und doch nicht krank - Arbeitgeber hat Anspruch auf Schadenersatz

Meldet sich ein Arbeitnehmer krank und der Arbeitgeber kann beweisen, dass die Krankmeldung zu Unrecht erfolgte, hat der Arbeitgeber Anspruch auf Schadenersatz.

In dem Fall vor dem Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz ging es um eine solche "Scheinkrankheit". Der betrogene Arbeitgeber hatte durch Beauftragung eines Detektivs nachgewiesen, dass der Arbeitnehmer während seiner "Krankheit" mit Schwarzarbeit voll beschäftigt war.

Das Gericht hielt nun fest, dass der Arbeitgeber sowohl den Lohn des Arbeitnehmers kürzen kann, als auch, dass er Anspruch auf Ersatz der entstandenen Kosten für die Beauftragung des Detektivs hat.

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz: Urteil vom 20. August 2008, Az. 7 Sa 197/08


Quelle: ©   inprogress - Service für Zeitarbeit