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7. Kalenderwoche vom 09.02. - 15.02.2009
 
   
 
09.02.2009 Leiharbeiter werden zuerst entlassen

Mercedes in Ludwigsfelde hat alle Zeitarbeitsjobs abgebaut / Bundesweit 150 000 Stellen weniger

.....Der Interessenverband der Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), der die kleineren Betriebe der Branche vertritt, bezweifelt die BZA-Schätzung. „Es gibt einen Rückgang, aber nicht in dieser Größenordnung“, sagt Geschäftsführer Werner Stolz.....  

Bei Mercedes-Benz in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) hat der letzte Leiharbeiter im Januar das Werk verlassen. „Wir beschränken uns jetzt ganz auf die Stammbelegschaft“, sagt ein Sprecher. Im Sommer vergangenen Jahres arbeiteten zusätzlich zu den 2600 regulär Beschäftigten in dem Ludwigsfelder Werk noch rund 100 Arbeitskräfte, die von Zeitarbeitsfirmen geschickt wurden.

Ein ähnliches Bild bietet sich in anderen Betrieben der Metallindustrie, etwa beim Automobilzulieferer Schaeffler in Luckenwalde (Teltow-Fläming). „Wir haben schon im Herbst begonnen, konzernweit die Zahl der Zeitarbeitskräfte zu reduzieren“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Die Industriegewerkschaft Metall beobachtet die Entwicklung aufmerksam. „Der Trend geht zu einem sehr deutlichen Abbau der Leiharbeit“, sagt Hermann von Schuckmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Ludwigsfelde. Den Betroffenen drohe in der Regel sehr schnell die Arbeitslosigkeit.   [weiter]


Quelle: © Märkische Allgemeine / Von Ulrich Nettelstroth

11.02.2009 Mindestlohn für Zeitarbeit benötigt noch Zeit

Berlin (Reuters) - Der von Union und SPD geplante Mindestlohn für etwa 700.000 Leiharbeiter wird nun endgültig nicht gemeinsam mit dem Konjunkturpaket am Freitag vom Bundestag verabschiedet.

"Es gibt weiter Verhandlungsbedarf", sagte ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag zur Begründung. "Wir streben weiterhin eine Einigung an."    [weiter...]


Quelle: ©   Thomson Reuters 2009 / Pressemeldung

11.02.2009 Die Linke: Zeitarbeit Mindestlohn wäre ein echtes Konjunkturprogramm

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst, kritisiert die Unfähigkeit der Bundesregierung, die Einführung eines Mindestlohns für Zeitarbeiter mit der Verabschiedung des Konjunkturpakets II zu verbinden. Vor diesem Hintergrund erneuert er die Forderung nach einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn:

“Das Hickhack um den Mindestlohn für Zeitarbeiter ist unerträglich. 700.000 Beschäftigte und ihre Familien warten, aber der Bundesarbeitsminister sieht noch Verhandlungsbedarf.   [weiter...]


Quelle: ©   DIE LINKE / Pressestelle

11.02.2009 Chancen durch Zeitarbeit

Betriebe stellen sich im BIZ vor

Sascha Brouwers musste eine Ausbildung zum Metallschlosser abbrechen, weil seine Firma Pleite machte. Noch hat der 24-Jährige keinen Job. Wie viele der 500 Besucher im Berufsinformationszentrum, die Kontakte zu Zeitarbeitsfirmen suchten.

Mit Schlaglichtern wie „Wir bewegen Personal”, „flexibel sein” oder „Lösungen auf Augenhöhe” warben Betriebe um Mitarbeiter.

Sascha Brouwers hat einige Scheine gemacht, darf Bagger wie auch Radlader bedienen. Doch ohne Ausbildung ist es schwer, auf die Schnelle einen Job zu finden. Obwohl viele der 20 Firmen, die sich gestern vorstellten, auch Helfer suchen, die keine Facharbeiterausbildung haben. 

Walter Illbruck von Brinkhof Personaldienste GmbH kennt das Geschäft seit über 40 Jahren. Sascha Brouwers konnte er zwar wichtige Tipps geben, aber zu keinem Job verhelfen: „Unsere Auftraggeber suchen nur Facharbeiter wie Schlosser oder Elektriker.” Das Geschäft ist schwieriger geworden. Illbruck: „Es ist gar nicht lange her, da hatten wir viel Arbeit und keine Leute, heute gibt's weniger Arbeit bei vielen Leuten.”

52 Mitarbeiter bei Brinkhof sind fest angestellt. Sie werden auch dann weiterbeschäftigt, wenn sich keine Auftraggeber finden.   [weiter...]

Quelle: ©  WAZ Duisburg / von Klaus Johann

13.02.2009 FAZ: Zeitarbeit in der Krise

Der Lackmustest für das Stellenwunder

Isa Karadeniz hat Glück im Unglück gehabt. Dass der 32 Jahre alte Zeitarbeiter heute nicht arbeitslos ist, sondern bis Ende April eine Schulung in Frästechnik durchlaufen kann, verdankt er einem im Eiltempo aus dem Boden gestampften Sonderprogramm, mit dem die Bundesregierung auch Leiharbeitern den Zugang zu Kurzarbeit und Qualifizierung ermöglicht. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hofft angesichts der „Störung der Gesamtwirtschaft“, damit die schlimmsten Verwerfungen am Arbeitsmarkt verhindern zu können.

Denn die Schärfe und Härte der Rezession drohen, die Beschäftigungserfolge der vergangenen drei Jahre jäh zu zerstören. Und die Zeitarbeit, die zu Spitzenzeiten drei von vier neuen Arbeitsplätzen geschaffen hat, bekommt die Folgen besonders schnell zu spüren. Seit dem Höchststand im vergangenen Juli mit 800.000 sank die Zahl der Beschäftigten bis Dezember um 150.000. Und die Unternehmen rechnen für das erste Halbjahr 2009 mit einem weiteren Minus von 9 Prozent. Keine guten Aussichten für Zeitarbeiter wie Isa Karadeniz.   [weiter...]


Quelle: ©   FAZ / von Sven Astheimer

13.02.2009 Arbeitsvertrag: Was Sie bei einem Aufhebungsvertrag beachten sollten

Die Frage: Wir möchten mit mehreren Arbeitnehmern Aufhebungsverträge schließen. Wir haben gehört, dass man dabei bestimmte Voraussetzungen beachten muss. Andernfalls würde der Mitarbeiter eine Sperrfrist beim Arbeitslosengeld erhalten. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Arbeitsvertrag: Die wichtigsten Voraussetzungen beim Aufhebungsvertrag

Die Antwort: Das Thema „Sperrfrist“ können Sie tatsächlich umgehen. Sind diese 3 Voraussetzungen erfüllt, gibt es keine Sperrfrist bei der Arbeitsagentur:

1.   Die einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit erfolgt unter Einhaltung der für das Arbeitsverhältnis maßgeblichen Kündigungsfrist.

2.   Der Aufhebungsvertrag stellt klar, dass der Arbeitgeber ohne den Aufhebungsvertrag
betriebsbedingt zum selben Zeitpunkt gekündigt hätte.

3.   Eine Abfindung liegt zwischen 0,25 und maximal 0,5 Bruttomonatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr.

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Quelle: ©   BWR media / von Günter Stein - Chefredakteur