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13. Kalenderwoche vom 23.03. - 29.03.2009
 
 
 
 
23.03.2009 Mindestlohn für Zeitarbeiter steht vor dem Aus

Berlin (Reuters) - Im Streit über einen Mindestlohn für die etwa 700.000 Zeitarbeiter ist vor der Bundestagswahl keine Einigung mehr in Sicht.

Die CDU lehnte am Sonntag einen neuen Kompromissvorschlag von Arbeitsminister Olaf Scholz ab, von dem der SPD-Politiker sagte: "Dies ist mein sechster Vorschlag, und es ist definitiv mein letzter."

Scholz bot der Union an, aus den vier Flächentarifen der Branche einen Durchschnittswert zu bilden. Dies liefe nach seinen Worten im Westen auf einen Mindestlohn von "etwas über 7,30 Euro" hinaus.

"Das steht klar im Widerspruch zu der Vereinbarung des Koalitionsausschusses, eine Lohnuntergrenze zu finden, die die Tarifautonomie wahrt", wandte CDU-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe in einem Reuters-Interview ein. Wenn ein Durchschnitt gebildet werde, gebe es Tariflöhne, die darüber lägen, und andere darunter. "Alles, was unter dem Mittel liegt, wird verdrängt. Das hat doch mit Tarifautonomie nichts zu tun."   [weiter...]

Quelle: ©  Thomson Reuters 2009 /

24.03.2009 Fehlen ohne Krankmeldung - Kündigung rechtens

Wer im Job fehlt, ohne sich krank zu melden, riskiert eine Kündigung. Das gilt selbst dann, wenn Arbeitnehmer später eine nachträglich ausgestellte Krankschreibung vorlegen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rostock hervor (Az.: 3 Sa 195/07), auf das die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist. 

Eine rückwirkende Krankschreibung ist demnach nur bis zu zwei Tage im Nachhinein zulässig.   [weiter...]


Quelle: ©   n-tv.de  / Pressemeldung

24.03.2009 Leiharbeitszeit ist keine Beschäftigungszeit

Übernimmt ein Unternehmen einen Leiharbeiter in die eigene Belegschaft, wird die Zeit als Leiharbeiter nicht auf die Beschäftigungszeit angerechnet. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) hervor, das damit eine Kündigungsschutzklage zurückwies.

Der Kläger war zunächst mehrere Monate als Leiharbeiter in einem Unternehmen tätig. Später erhielt er einen festen Arbeitsvertrag. Knapp sechs Monate später kündigte ihm der Arbeitgeber wegen gesundheitlicher Gründe. Der Kläger meinte unter Berufung auf das Kündigungsschutzgesetz, die Entlassung sei sozial nicht gerechtfertigt.   [weiter...]


Quelle: ©   swr.de  / Pressemeldung

26.03.2009 Krise: Personalbereich muss sich verändern

Aktuelle Hewitt Studie: "4th European HR-Barometer. HR Trends and Perspectives"

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise beeinflusst die Arbeit des Personalsektors in besonderer Weise. Sieben von zehn befragten Personalleitern prognostizieren einen Stellenabbau für das Jahr 2009. Zudem erwarten knapp 60 Prozent der Personaler signifikante Veränderungen ihrer Zuständigkeiten und Kernkompetenzen. "Die Krise wird einen grundlegenden Einfluss auf die Wirtschaft nehmen und der HR-Bereich kann ausschlaggebend für deren weiteren Verlauf sein. 

Um ein Gleichgewicht herzustellen, müssen kurzfristige Marktbedürfnisse an langfristigen Strategien wie zum Beispiel die Talent- und Führungsentwicklung angepasst werden. Das Werben von Talenten gewinnt ebenso an Bedeutung wie die Identifikation effektiver Messgrössen zur Bestimmung des HR-Wertbeitrages an das Unternehmen", sagt Leonardo Sforza, Leiter Research and EU Affairs bei Hewitt Associates.

Das sind Ergebnisse der Studie "4th HR Barometer. HR Trends and Perspecitves", die die Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates im Auftrag des "European Club for human resources" veröffentlicht hat. Hierzu wurden Angaben der Personalleiter und des Aufsichtsrats von 53 europäischen Konzernen ausgewertet, die zusammen mehr als 3,5 Millionen Menschen beschäftigen.   [weiter...]


Quelle: ©   Verlag Dashöfer   /   von Simone Kohrs (Hewitt Associates GmbH)

27.03.2009 Badische Zeitung: Schwere Zeiten für Zeitarbeitsfirmen

Die Krisenindikatoren

Unqualifizierte und ungelernte Arbeitskräfte spüren die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt als Erste – und mit ihnen die Zeitarbeitsfirmen. Massenentlassungen zeigen: Lörrachs Zeitarbeitsfirmen kämpfen.

Massenentlassungen zum 31. März musste Petra Hintner in den vergangenen Tagen rausschicken. Seit Mitte Januar ist der Markt beim Lörracher Sitz der Zeitarbeitsfirma Unique Personalservice, die sie leitet, eingebrochen: "Von ehemals 60 Mitarbeitern sind noch sechs übrig", sagt sie. Hintner betreut seit Kurzem drei Niederlassungen gleichzeitig, zuletzt sei die Branche 2001 so "niedergebügelt" worden. Ihre Mitarbeiter, die sie vor allem als Helfer in die Lebensmittelbranche vermittelt hat, sind größtenteils ohne Ausbildung, teilweise ohne Schulabschluss.

Das Auftragsvolumen an freien Stellen, in denen nicht angelernt werden muss, sei klar zurückgegangen, sagt Melanie Payer von der Agentur für Arbeit. "Fachkräfte werden gehalten, die Ungelernten werden freigesetzt", erklärt sie. In den vergangenen Jahren hat die Branche einen wahren Boom erlebt, weil viele Firme für die einfachen Arbeiten nur noch Zeitarbeitskräfte eingestellt haben. Um so mehr trifft sie jetzt der Abschwung. "Keine andere Branche ist derart betroffen wie die Zeitarbeit", sagt Payer.   [weiter...]


Quelle: ©   Badische Zeitung  /  von Sarah Nagel