Kommentar zu: „Zeitarbeitsfirma preist Menschen wie
Billig-Ware an“
„Der
Westen“, das Internetportal der WAZ Mediengruppe, berichtet in
einem Artikel über eine Rabatt-Aktion von S&F
Personaldienstleistungen Sauerland aus Olpe. Diese Firma bietet
Entleihbetrieben für eine befristete Zeit 15% Rabatt auf die
Verrechnungssätze beim Entleih von Hilfs- und Fachkräften.
Nachdem
der Praktiker Baumarkt damit angefangen und nach wie vor Erfolg
damit hat, haben wir uns inzwischen an die unendlich vielen
„Nachahmer“ im ganzen Lande gewöhnt. Es ist kaum eine
Branche zu finden, in der Firmen nicht auf die „Rabatt
Masche“ aufspringen. So sind uns z.B. mehrere Dutzend
Personaldienstleister bekannt, die mit dem Angebot von Rabatten
bemüht sind, die Auswirkungen der Rezession für ihre Firma und
die Beschäftigten Zeitarbeiter in Grenzen zu halten.
Natürlich
kann man über die Methode dieser Werbeart streiten. Wenn man
aber bedenkt, dass die Mitarbeiter keinerlei finanzielle Einbußen
erleiden, da sie mindestens nach dem vorgeschriebenen Tarif
(hier iGZ/DGB) bezahlt werden und ihnen im Gegenzug
einkommensmindernde Kurzarbeit oder sogar Arbeitslosigkeit
erspart bleibt, ist auch diese Art von Auftragsbeschaffung zu
akzeptieren.
Was
allerdings nicht zu akzeptieren ist, ist die von „der
Westen“ veröffentlichte Reaktion des Gewerkschaftsfunktionärs
Georg Keppler (Olper IG Metall-Chef). Ohne über die Beweggründe
und Auswirkungen der Rabatt Aktion nachzudenken, bezeichnet er
den Kampf von S&F Personaldienstleistungen um den Erhalt von
Arbeitsplätzen als (wörtlich) „Sauerei“ und ein
„unmoralisches Angebot“. Bei „fortschreitender skandalöser
Entmenschlichung von Arbeitskraft“ befürchtet er in der
Zukunft sogar „soziale Unruhen“. Um das klar zu stellen, er
befürchtet soziale Unruhen, wenn Arbeitgeber um die Erhaltung
von Arbeitsplätzen bemüht sind, das verstehe wer will. Alleine
diese unsinnige Äußerung entlarvt den Funktionär als
Gewerkschaftler auf niedrigstem Niveau. Nicht der Erhalt der
Arbeitsplätze ist wichtig, sondern die Verdummung der Menschen
- zum Nutzen der Gewerkschaften?
Ich
wünsche auf jeden Fall allen Aktionen, durch die Arbeitsplätze
erhalten werden, viel Erfolg.
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