| 18.01.2010
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Im Südwesten
keimt Hoffnung
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Nach
dem Einbruch geht es mit der Leiharbeit auch in Baden-Württemberg
wieder aufwärts.
Bosch
benötigt keine, VW auch nicht, aber BMW hat die Zahl aufgestockt.
Auch Porsche und Mercedes treten als Nachfrager auf. Die Rede ist von
Leiharbeitern, Beschäftigten, die für eine bestimmte Zeit in
Unternehmen geholt werden. Porsche hat an einigen Standorten - unter
anderem in Stuttgart, Weissach und Leipzig - die Zahl der Zeitarbeiter
wieder leicht aufgestockt. Mercedes hat im Werk Sindelfingen, in dem
noch vor wenigen Wochen kurzgearbeitet wurde, inzwischen 300
Leiharbeiter eingestellt; Grund sei das große Interesse sowohl an der
E- als auch an der S-Klasse. BMW hat derzeit 3300 Beschäftigte
geliehen - unter anderem in Leipzig. In Boomzeiten hat der
Autohersteller zwischen 5000 und 6000 Leiharbeiter beschäftigt; im
vergangenen Jahr waren es nur 1500. Dies hat auch mit dem Wechsel von
Automodellen zu tun, aber nicht nur. [weiter...]
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Quelle:
© Stuttgarter
Zeitung / von Inge Nowak |
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| 19.01.2010 |
Studie
zur Leiharbeit: Brücke oder Sackgasse?
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Die Zeitarbeitsbranche steht wieder einmal in der Kritik. Nicht
nur Gewerkschafter sehen sich durch den "Fall
Schlecker" darin bestätigt, dass Leiharbeit keine neuen
Stellen schafft, sondern vor allem reguläre, nach Tarif
bezahlte Arbeitsplätze verdrängt.
Die
Bundesregierung zeichnet im jetzt vorgelegten «11. Bericht zum
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz» ein anderes Bild. Missbrauch müsse
natürlich bekämpft werden, grundsätzlich sei Zeitarbeit aber
sinnvoll, betont Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen
(CDU). Unter anderem baue Zeitarbeit «Brücken für Menschen,
die sonst schlechte Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt hätten».
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Quelle:
© Aachener
Nachrichten online / Hendrik
Roggenkamp |
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| 19.01.2010 |
Bundeskanzlerin
spricht sich für Zeitarbeit aus |
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In der Debatte um Leiharbeiter bei
der Drogeriekette Schlecker spricht sich Bundeskanzlerin Angela
Merkel gegen die Abschaffung der Zeitarbeit aus.
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) will die
Branche überprüfen. Leiharbeitern ergeht es laut der OECD in
Deutschland besonders schlecht.
Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) will die Zeitarbeit erhalten. Auf dem
Wirtschaftsgipfel der Morgenpost Online-Gruppe in Berlin sagte
die Chefin der schwarz-gelben Bundesregierung: „Wir werden bei
der Zeitarbeit zurückhaltend sein. Den Puffer Zeitarbeit ganz
abzuschaffen, halte ich für nicht zielführend und falsch.“
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Quelle:
© Berliner
Morgenpost / von DW/AFP/oht |
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| 19.01.2010 |
Union
will "unechte Zeitarbeit" verbieten |
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Drogeriemarktführer
Schlecker hat ankündigt, sein umstrittenes Zeitarbeitsmodell
aufzugeben. Dennoch wächst aus der Unionsfraktion der Druck auf
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, „unechte
Zeitarbeit“ per Gesetz zu unterbinden.
Die
Unionsfraktion erhöht den Druck auf Bundesarbeitsministerin
Ursula von der Leyen, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)
zu ändern, um Missbrauch durch konzerninterne Zeitarbeitsfirmen
zu verhindern. Neben dem arbeitsmarktpolitischen Sprecher der
CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, dem Christdemokraten Karl
Schiewerling, fordert nun auch der CSU-Abgeordnete Josef Göppel
von der Leyen auf, „unechte Zeitarbeitsverhältnisse“ zu
unterbinden und am Plan einer Gesetzesänderung festzuhalten.
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Quelle:
© Wirtschaftswoche
/ von Harald Schumacher |
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| 20.01.2010 |
Staatshilfe
für boomende Leiharbeit |
Im Kampf gegen die
Rekordarbeitslosigkeit greifen Regierung und AMS nun zum
Instrument der Lohnsubvention.
Die
Leiharbeitsfirmen profitieren davon. Die Wirtschaftskrise hat
Österreichs Industrie hart getroffen. Nach der Kurzarbeit
heißt es in den Großbetrieben jetzt: Stammpersonal raus,
Leiharbeiter rein. Konkret hat die heimische Industrie in der
Krise rund 50.000 Arbeitsplätze abgebaut, ein "guter Teil
kommt jetzt wieder durch die Leiharbeit zurück.
Das geht jetzt
erst so richtig los", sagt AMS-Chef Herbert Buchinger im
KURIER-Gespräch. Ein besonderes, wegen der hohen Kosten teils
umstrittenes Instrument ist dabei die staatliche
"Eingliederungsbeihilfe". Diese Lohnsubvention gibt es
seit Jahren, wurde bisher aber in der Regel nur
Langzeitarbeitslosen gewährt. [weiter...] |
Quelle:
©
Der
Kurier / von Michael Bachner |
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| 20.01.2010 |
Europäischer
Gerichtshof kippt deutsche Kündigungsfrist |
§ 622 Abs. 2
Satz 2 BGB, wonach Beschäftigungszeiten bis zum 25.
Lebensjahr bei der Berechnung der Kündigungsfrist außer
Betracht bleiben, verstößt gegen das Verbot der
Altersdiskriminierung in Richtlinie 2000/78/EG. Ein
nationales Gericht darf die Vorschrift – auch ohne
Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofs – selbst
in einem Rechtsstreit zwischen Privaten nicht anwenden
(EuGH, Urt. v. 19.1.2010 – C-555/07).
Frau Kücükdeveci
war seit ihrem 18. Lebensjahr für ihren Arbeitgeber Swedex
tätig. Als sie 28 Jahre alt war kündigte ihr das
Unternehmen mit einer Kündigungsfrist von einem Monat. Bei
der Berechnung hatte es gemäß § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB
eine Beschäftigungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt.
Hiergegen klagte Frau Kücükdeveci. Das LAG Düsseldorf
rief als Berufungsgericht im Wege einer Vorabentscheidung
den EuGH an, um klären zu lassen, ob die Regelung mit dem
europäischen Recht in Einklang steht und wenn nicht, welche
Folgen dies hat. [weiter...]
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Quelle:
© Arbeit
und Arbeitsrecht /
Pressemitteilung |
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| 21.01.2010 |
Hartz-IV-Aufstocker
- Staat zahlt kräftig für Zeitarbeiter |
Hartz-IV-Aufstocker - Staat
zahlt kräftig für Zeitarbeiter
Um
das Einkommen von Zeitarbeitern aufzubessern, hat die
Bundesregierung zwischen Mai 2008 und Mai 2009 rund 531 Mio.
Euro ausgegeben. Das ist die Antwort der Regierung auf eine
Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die sich unter anderem
nach der Ausgabensumme bei der Zeitarbeit erkundigt hat.
"Damit
subventioniert die Bundesregierung die Zeitarbeit in
beachtlicher Höhe", kritisierte Beate Müller-Gemmeke, die
in der Bundestagsfraktion für Arbeitnehmerrechte zuständig
ist. "Angesichts von Missbrauchsfällen wie Schlecker darf
die Regierung nicht den Kopf in den Sand stecken - sie muss
eingreifen", forderte sie. [weiter...] |
Quelle:
© Financial
Times Deutschland (FTD) / von Maike
Rademaker |
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